
Stellungnahmen in familiengerichtlichen Verfahren, wenn Kinder mit betroffen sind
Kinderschutz
Familienrechtliche Fragestellungen: Ich erstelle gutachterliche Stellungnahmen und biete diese in Verfahren an, in denen es um einen Verdacht auf sexualisierte Gewalt geht. Diese fokussierten Stellungnahmen können zeigen, wie wir Merkmale erfassen, die Rückschlüsse auf einen Hintergrund sexualisierter Gewalt zulassen.
Wo es um Kinder geht, ist Sorgfalt gefragt
- weil die kindliche Perspektive wahrgenommen werden muss, statt adultozentristisch nach Konzepten vorzugehen, die Kindern schaden
- weil es Fallstricke gibt, die besonders beim Verdacht auf sexualisierte Gewalt eine Rolle spielen
- weil psychologische Gutachten rationalistisch konzipiert sind, der Selbstschutz der Beteiligten sich aber dennoch unbewusst vor den eigentlichen Kinderschutz schiebt
Niemand möchte, dass Kinder sexualisierte Gewalt erleben – niemand außer den Täterpersonen.
Fachliche Expertise im Namen von Kindern
Traumatisierte Kinder handeln oft irrational. Sie sind manchmal schwer zu verstehen. Es sei denn, wir kennen die Besonderheiten beim Verdacht auf sexualisierte Gewalt oder haben Zugang zu anderen Ebenen:
- Erfahrungswissen
- spezifische psychologische Kenntnisse
- nonverbale Methoden
Fokussierte Stellungnahmen in familiengerichtlichen Verfahren
Der Blick auf die Besonderheiten beim Thema der Gewalt ergänzt familiengerichtliche Verfahren um die nötige fachliche Expertise.
- Eine fokussierte Stellungnahme steht – gemäß § 8a KJHG – gleichwertig neben psychologischen Gutachten.
- Die Struktur fokussierter Stellungnahmen in familiengerichtlichen Verfahren ist ein Inhalt meiner Fortbildungen.
- Fokussierte Stellungnahmen beinhalten die Möglichkeit, auf Einvernehmen zwischen Parteien hin zu arbeiten. Wertvolles Prozesswissen aus dem sozialen Feld. Vom Kind ausgehend – mehr Informationen hier.
Auftragsvergabe
Aufträge von Gerichten: Bitte nehmen Sie per Mail Kontakt mit mir auf, damit wir uns absprechen und zeitliche Kapazitäten abklären können. Darüber hinaus sind Beratung, Mentoring oder Mail-Support möglich.
Ladungsfähige Anschrift
Bismarckstraße 38, 72072 Tübingen
Kontakt: trains(at)andreabrummack.de
Mit einer Mail über den Button
Zur Person
Tätigkeit
- Sachverständige in Fragen sexualisierter Gewalt
- Kindertherapeutin in eigener freier Praxis, traumainformiert und ohne auf verbale Sprache angewiesen zu sein
- Neben dem Hinwirken auf Einvernehmen gemäß § 163, Abs. 2 FamFG, liegt ein besonderer Schwerpunkt auf dem differenzierten Abgleich der Positionen im Konflikt zwischen Familiengrundrechten und Kinderrechten.
Themen
- Expertise zu sexualisierter Gewalt, Kindeswohlgefährdung, Hochstrittigkeit
- Verdacht auf sexualisierte Gewalt gegen Kinder & Verdacht auf sexuellen Missbrauch
- Beschützende Eltern
- Gewaltausübende Eltern
- Kleinkinder (Sicher im Umgang mit Kleinkindern beim Verdacht auf sexualisierte Gewalt)
Hintergrund
- Fachautorin, freie Kinderschutzbeauftragte und Sachverständige in Fragen sexualisierter Gewalt
- Über 20 Jahre Erfahrung im Lösen sexueller Traumata
- Eigene Methodik auf der Grundlage eines Studiums der Kunsttherapie (Diplom)
- Weiterentwicklung der Methodik in Kombination sozialer Arbeit mit nonverbalen Methoden
- Eigene Forschung aus der Praxis für die Praxis. Diese Erfahrung hat mich dazu gebracht, Muster zu erkennen, wie Traumafolgelösungen dazu beitragen, Schutzlücken zu schließen.
Erfahrung
- Mentorschaft für soziale Träger mit Schwerpunkt Gewaltschutz
- Referentin online & offline für Kurse wie Signale von Kindern nach sexualisierter Gewalt,
Trauma verstehen – unterstützend helfen und handeln, KWG-Werkstatt und andere Workshops. - Screeningbogen zur Verdachtsabklärung auf sexuelle Gewalt
- Ich bin erfahren darin, kindliche Entwicklung einzuschätzen, psychische Krankheitsbilder zu kennen, Behandlungsmöglichkeiten abzuschätzen und verfüge über Wissen, wie Elternschaft nach Trennung und Scheidung zum Wohl des Kindes gestaltet werden kann.
- Ich habe die juristische Diskussion um das Familienrecht in diversen Verfahren mitverfolgt und erfolgreich am Schutz von Kindern mitgewirkt, bin im ständigen fachlichen Austausch mit KollegInnen und absolviere regelmäßig Fortbildung & Supervision.
Anmerkung zur systemischen Perspektive
Bei einem Verdacht auf sexualisierte Gewalt gegen Kinder kann sich niemand den daran gekoppelten instinktiven Vorgängen entziehen. Auch Fachkräfte nicht. Im Gegenteil: sie sind nah dran und darum besonders involviert.
Wenn etwas Unerträgliches geschieht, bewahrt ein menschlicher Mechanismus, ein Reflex, den Verstand zuverlässig vor dem Zersplittern. Wir sind grundsätzlich stellvertretend traumatisiert, wenn wir im Umfeld sexuell traumatisierter Kinder arbeiten. Weil unser Gehirn, ähnlich dem Nervensystem aller Säugetiere so funktioniert. Dieser Schutz-und-Abwehr-Mechanismus existiert, damit wir (nach einem Schock) im Alltag weiterlaufen können. Das Denken verändert sich.
Später dann, in der Folge, können wir diesem Einfluss neurophysiologisch sinnvoll begegnen. Wir müssen sozusagen erst nachkommen. Wir fokussieren und ordnen ein; statt zu rationalisieren, einen Verdacht abzuwehren, zu umschiffen oder unter den Tisch zu kehren. Dafür eignet sich ein additives Verfahren, eine Methodik, die auf langjährige Erfahrung in der Praxis zurückgeht.
Mehr Informationen: Mach, dass es aufhört. Signale von Kindern nach sexualisierter Gewalt, 2026.
Hilfreiche Publikationen des Deutschen Instituts für Menschenrechte:
Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes zur Reform des Kindschaftsrechts, 2026
Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes zur Verbesserung des Schutzes von Opfern häuslicher Gewalt, zur Stärkung der Stellung des Kindes im Verfahren und zur Steigerung der Verfahrenseffizienz, 2026